Die Rot-Weiß-Rot – Karte: Die österreichische Wirtschaft will wachsen!

Die Rot-Weiß-Rot – Karte: Die österreichische Wirtschaft will wachsen!

In unserem letzten Blogpost, der kurz vor Weihnachten gepostet wurde, berichteten wir, dass die Chefin des Wirtschaftsbundes Oberösterreich, Mag. Doris Hummer, angekündigt hatte, dass die Reformierung der Rot-Weiß-Rot – Karte mit Anfang des Jahres in Kraft trete. Was bedeutet dies und warum finden diese Änderungen statt?

Laut einem im August vergangenen Jahres in Die Presse veröffentlichten Bericht müssten österreichweit 162.000 Fachkräfte gefunden werden und dieses Problem werde in den kommenden Jahren wegen Alterung noch verschärft. Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich gibt an, dass die Zahl der 20- bis 60-Jährigen, also der Personen im Erwerbsalter, bis 2030 um mehr als 230.000 abnehme. Und dieses Thema soll eine breite Palette von Branchen betreffen. Die Wirtschaft berichtete im Jahr 2018, dass 10.000 IT-Fachkräfte fehlen würden und einem Beitrag auf tirol.orf.at zufolge seien auch Köche, Kellner, Maurer, Maler und nicht-diplomierte Krankenpfleger auf der neuen Mangelberufsliste für Tirol.

Vor diesem Hintergrund zielt die Regierung darauf, die RWR-Karte so zu verändern, dass Unternehmen leichter Mitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern für Stellen einstellen können, die dringend besetzt werden müssen, indem bürokratische Hürden beseitigt werden und der Zugang zur RWR-Karte erleichtert wird. Beispielsweise wird der Mindestlohn, den ein Angestellter verdienen muss, verringert. Für unter-30-jährige wird er von 2.565 € auf 2.052 € und für Über-30-Jährige von 3.078 € auf 2.565 € reduziert. Darüber hinaus konzentriert sich der Wirtschaftsbund auf regionale Arbeitsmärkte, anstatt landesweit nach einer einheitlichen Lösung zu suchen.

Ein Start-up-Visum soll auch im Rahmen dieser Umgestaltung selbstständige Schlüsselkräfte aus aller Welt nach Österreich locken. Um dieses Visum zu erhalten, muss der Antragssteller 50 von 85 möglichen Punkten auf einer Checkliste erreichen. Die auf dieser Checkliste angegebenen Fähigkeiten reichen von abgeschlossener Berufsausbildung und Abschluss eines Studiums bis hin zu Deutschkenntnissen. Das Start-up-Visum beweist auch, dass die Regierung junge Menschen anlocken will, da Bewerber bis zum 35. Lebensjahr 10 der Checkliste-Punkte als Bonus erhalten.

Und schließlich haben wir Informationen für die über 10.000 Briten, die in Österreich leben: Im Falle eines No-Deal-Brexits dürfen die, die seit weniger als fünf Jahren in Österreich leben, eine Rot-Weiß-Rot – Karte bis Ende September beantragen. Längerfristige Bewohner können einen Daueraufenthalt beantragen.

Für weitere Informationen zu den in diesem Blogeintrag aufgebrachten Themen empfehlen wir die folgenden Posts:

https://www.die-wirtschaft.at/die-wirtschaft/10000-it-fachkraefte-zu-wenig-159643

https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5488585/In-Oesterreich-fehlen-162000-Fachkraefte

https://www.federal-chancellery.gv.at/documents/333672/1210272/residential_provisions_in_a_no_deal_scenario.pdf/a6654e9d-4079-498a-b228-7bc802e1428b

https://newsroom.sparkasse.at/2019/01/24/start-up-paket-ist-visum-fuer-auslaendische-gruender/33031

https://www.thelocal.no/20190214/country-by-country-guide-to-what-brits-in-the-eu-can-expect-in-the-event-of-a-no-deal-brexit

https://tirol.orf.at/news/stories/2950973/

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