CoV-Ampel leuchtet auf

CoV-Ampel leuchtet auf

Ab heute wird das Corona-Ampelsystem in Österreich in Kraft gesetzt. Ein erster Probelauf und die Zuordnung der Farbe Grün (geringes Risiko) bis Rot (sehr hohes Risiko) wurde vor einer Woche in einem Probelauf getestet. Ziel der Ampel ist es, der Bevölkerung auf den ersten Blick – ähnlich wie bei einer Lawinenwarnung – mit rot über orange und gelb bis grün zu zeigen, wie hoch das Coronarisiko auf Bundesebene und in den einzelnen Bundesländern ist. Sie soll die Einstufung vereinfachen und damit den regionalen Gesundheitsbehörden anzeigen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um eine weitere Verschlechterung der Situation einzudämmen. Beispiele für solche Maßnahmen wären das obligatorische Tragen von Masken in verschiedenen Räumen, das Verbot von Veranstaltungen oder Home Office für Berufsgruppen.

Für jede Klassifikation werden vier Faktoren herangezogen: die Infektionszahlen der letzten sieben Tage, die Krankenhauskapazität, der Anteil der positiven Tests und die Aufklärungsrate über den Ursprung der Infektionen. Eine Kommission soll auf dieser Grundlage wöchentlich eine Empfehlung über die epidemiologische Situation in den Distrikten abgeben. Die Politiker werden dann über die Konsequenzen entscheiden. Eine identische Farbgebung in Distrikt X und Distrikt Y bedeutet jedoch nicht die gleichen Maßnahmen in beiden Distrikten. Zudem können die Ampelfarben zu bestimmten Maßnahmen im Schulsystem führen.

  • Grün: Keine Gefahr, kaum Infektionen.
  • Gelb: Infektionen lassen sich klaren Clustern zuordnen und die Situation ist stabil.
  • Orange: Hohe Gefahr, es ist nicht mehr möglich, alle Infektionen eindeutig Clustern zuzuordnen und die Zahl der Infektionen nimmt zu.
  • Rot: Infektionen nehmen stark zu, mehr als die Hälfte der Infektionen können nicht mehr Clustern zugeordnet werden und die Krankenhäuser stoßen an ihre Grenzen.

Angeblich werden Linz, Graz, Kufstein und Wien auf Gelb gesetzt. Wie genau die Abstufung für die Farbskala eingeführt wird, ist noch offen. Bis dahin ist die Ampel als Orientierungshilfe zu sehen. Am kommenden Freitag werden Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Innenminister Karl Nehammer und die Sprecherin der Corona-Kommission, Daniela Schmid, den Start der Corona-Ampel vorstellen.

Die Grundprinzipien bleiben:

  • in die Armbeuge husten
  • regelmäßig Hände waschen
  • Abstand halten (min. 1 m)
  • Menschenmengen vermeiden
  • Mund-Nasenschutz tragen (in öffentlichen Verkehrsmittel, bei Lebensmittelhändlern, Tankstellen, in Post und Bank, Angestellte bei Kontakt mit Klienten, wenn kein Mindestabstand eingehalten werden kann, bei Risikogruppen, etc.)
  • regelmäßig durchlüften

Ausnahmen sind: Kinder unter 6 Jahren und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasenschutz tragen können.

Maßnahmen und Folgen werden regelmäßig von der Kommission und den Politikern bekannt gegeben. Darüber hinaus kann man sich unter „www.corona-ampel.gv.at“ auf dem neuesten Stand halten. Bleiben Sie gesund!

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen